Bereits 53 % der mehr als 600 harmonisierten Normen an die neue Maschinenrichtlinie angepasst
Über 600 harmonisierte Normen müssen an die neue Maschinenrichtlinie 2006/42/EG angepasst werden.
Die europäischen Normungsorganisationen CEN und Cenelec haben diese Aufgabe bereits zu 53 Prozent bewältigt (Stand: Ende Juni 2009). Bis zum Stichtag 29. Dezember 2009 sollen es 75 Prozent sein.
Mit Inkrafttreten der neuen Maschinenrichtlinie muss auch die konkretisierende Normung überprüft und geändert werden. Dies ist Aufgabe der europäischen Komitees für Normung (CEN) und für elektrotechnische Normung (Cenelec). CEN ist dabei für rund 90 Prozent der mehr als 600 harmonisierten Normen zur Maschinenrichtlinie 98/37/EG verantwortlich. Innerhalb CEN liegt wiederum für über die Hälfte der Normen die Verantwortung beim DIN, und hier insbesondere beim Normenausschuss Maschinenbau (NAM), der vom VDMA getragen wird.
Erschwerte Bedingungen für die Normungsspezialisten
Auswirkungen für die Normung ergeben sich aus den Änderungen der neuen Maschinenrichtlinie beim Anwendungsbereich, Konformitätsbewertungsverfahren und den grundlegenden Anforderungen. Seit dem Frühjahr 2007 sind die technischen Komitees mit der Überprüfung und Anpassung der harmonisierten Normen beschäftigt. Dabei sehen sie sich zahlreichen Herausforderungen gegenüber: neben der großen Anzahl der anzupassenden Normen und dem Zeitdruck, der durch die fehlende Übergangsfrist für die verbindliche Anwendung der neuen Richtlinie entsteht, sind dies vor allem die grundlegenden Anforderungen in Anhang I der Richtlinie. Ihre Menge und der hohe Detaillierungsgrad erfordern selbst bei geringfügigen Änderungen in 2006/42/EG einen spezifischen Anpassungsbedarf.
Angesichts dieser Bedingungen ist die Umsetzung der neuen Maschinenrichtlinie in der konkretisierenden Normung bereits weit fortgeschritten. Geplant ist, die harmonisierten Normen schrittweise zu veröffentlichen. Die erste Veröffentlichung ist für den Spätsommer 2009 geplant, eine zweite für November.
Quelle: VDMA