Verstärkte Kontrollen bei chinesischen Produkten
Die Sendung FAKT (MDR) berichtete am 3. November von fehlerhaften Produkten aus China, die immer öfter bei Kontrollen deutscher Prüfstellen auffallen.
Nachdem in China einige Säuglinge an Nierenversagen starben, das durch verseuchte Babymilch hervorgerufen wurde, und mehrere Tausend erkrankten, wurden in Deutschland die Lebensmittelkontrollen gerade in Asia-Märkten verstärkt. Und die Ergebnisse belegen die Notwendigkeit dieser Kontrollen.
Neben Lebensmitteln stehen aber auch elektrische Geräte auf dem Prüfstand. Wie viele der zum Teil lebensgefährlichen Geräte entdeckt werden, kann jedoch niemand sagen, denn die meisten chinesischen Produkte landen nie in den deutschen Prüfstellen.
Zum Schutz der Verbraucher veröffentlicht das europäische Schnellwarnsystem RAPEX wöchentlich eine Liste mit gefährlichen Produkten, die die einzelstaatlichen Behörden gemeldet haben. Diese Liste ist aber nicht auf Deutsch erhältlich – ein Kritikpunkt der Verbraucherschützer, die auch das im Mai 2008 in Kraft getretene Verbraucherinformationsgesetz gerne verbessert sähen: bislang sind die Behörden bei gefährlichen verbrauchernahen Produkten nämlich noch nicht verpflichtet, Auskunft zu erteilen. Dies ist z. B. im Fall von chinesischen Autoreifen, die in gesetzlich vorgeschriebenen Tests reihenweise durchfallen, eine fatale Lücke.